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kleines Einmaleins glutenfreier Pasta


Wer bis anhin mit normalen Teigwaren sein Leben versüsste wird am Anfang ratlos der neuen Materien gegenüber stehen. Deshalb hier ein paar Tipps und Tricks:-). Es gibt verschiedene Anbieter von glutenfreien Teigwaren/Pasta, die sich geschmacksmässig zum Teil stark voneinander unterscheiden. Einfach mal durchprobieren.

A) Zeit

Das A und O ist die Einhaltung der Zeitangabe auf der Packung. Klingt vielleicht ein bisschen banal. Man hat es ja so im Gefühl, wie die Teigwaren aussehen und schmecken wenn sie gar sind – also die bis anhin normalen Pasta. Die Glutenfreien sehen ja so anders aus, weisser oder gelber, je nach Sorte. Also, Packung lesen  lesen und Timer stellen.

B) genügend Wasser

Ist nicht bei allen Sorten wichtig, doch bei Spaghetti ganz wichtig! Nehmt also eine wirklich grosse Pfanne.

C) sauber arbeiten

Die Pfanne darf keine Rückstände von anderen, glutenhaltigen, Teigwaren haben. Ebenso das Abtropfsieb. Wir haben eines, das ich nur für die glutenfreien Teigwaren benutze, so kann ich sicher gehe dass es sauber ist. Manchmal kochen wir zwei verschiedene Sorten, damit keine Verwechslungen passieren lege ich die Gabel (dient zum rühren in der Pfanne, damit die Teiler nicht zusammen kleben) direkt neben die Pfanne! Und wenn ich mir nicht mehr sicher bin welche ich jetzt verwendet habe, sofort eine frische. Dem Geschirrspüler sei Dank muss ich ja nicht an Besteck sparen. Lieber einmal etwas vorsichtiger als später bereuen.

D) abspülen

mit heissem Wasser. Genau, mit heissem! Sonst werden die Teigwaren/Pasta gleich Gummi und fast ungeniessbar. Auch hier, zuerst die GF Pasta abspülen, oder zwei Siebe verwenden. Ansonsten passiert hier eine Kontamination. Ich habe so ein grünes Silikon Schlabberteil  das ich nur für GF Pasta verwende. Das lässt sich auf die meisten Pfannen aufsetzen und passt auf verschiedene Pfannengrössen.

E) Reste

verwerten ist schwer. Sie lassen sich noch einmal kurz aufwärmen indem man ein bisschen Wasser zugibt und sie damit aufkocht. Einfrieren oder braten geht nur auf Kosten bröseliger Pasta und starker Geschmacksverschlechterung.

en Guete!

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Wenn’s nicht gelingt…


… gib dem Gericht einfach einen neuen Namen!

Dieser Ratschlag stammt aus dem Munde meiner Schwiegermutter und noch selten war der Spagat zwischen dem ursprünglichen und jetzigen Gericht so gross. Voller Enthusiasmus ging ich an ein dreifaches der Rezeptmenge für Fasnachtskiechli. Ich schoss gar Bilder um mein Rezept ein bisschen aufzumotzen hier im Blog und war bis zum Beginn des Backens eigentlich sehr zufrieden. Doch das Backen der Fasnachtskiechli erwies sich als ein absolutes Desaster. Sie liessen sich kaum auswallen, der Teig klebte am Wallholz, sie wurden nicht so dünn wie gewünscht, und als ich eines versuchsweise fritieren wollte fiel es im Oel auseinander. Die bestellten Küchlein durfte ich auf den Freitag schieben und hoffte, ich würde in der Zwischenzeit meine Fehlkonstruktion analysieren können. Hier merke ich einmal mehr meinen  Laienstatus und dass im Netz die echten Geheimnisse selten verraten werden. Ich will aber mal nicht so sein und verrate es euch:

Ich hab die Eier zu lange geschlagen!

zum Beispiel am Brownie-Rezept:

  • schlägt man die Eier zusammen mit dem Zucker sehr schaumig werden die Brownies locker und der Teig geht richtig schön auf beim backen
  • schlägt man die Eier nur ganz kurz werden die Brownies gummig

bei den Brownies ist es eine Geschmacksache, bei den Fasnachtskiechli geht es um’s überleben:-). Manchmal macht man lange genau das goldrichtige und hat doch kaum ahnung davon. Nun weiss ich es aber besser und die nächste Backrunde wurde vom Erfolg gekürt.

So, und nun lasse ich euch zappeln was ich schliesslich meiner Familie aufgetischt habe. Mir war der Teig zu schade um ihn zu kompostieren, er enthält 1 kg Schärmehl und 12 Eier…

dann ratet mal schön, das Geheimnis wird bald gelüftet:-)

Oh, che bella Italia!


Und ja, wir sind wieder hier im kalten Mitteleuropa angelangt. Die Wäsche ist schon halbwegs trocken, das Auto ausgeräumt und beim Autovermieter abgeliefert, die Kleinen tragen zum ersten Mal Strumpfhosen und nachher hole ich noch die Winterjacken aus dem Keller.

Doch, das Wetter war sehr schön. Zum Teil etwas regnerisch, die Girls aber waren fast ausnahmslos jeden Tag im Wasser, sei es dem Pool oder dem Meer – je nach Lust und Laune. Und sie sind gar etwas braun geworden, hoffe ich auf jeden Fall. Mal sehen was die gründliche Wäsche übrig lässt, hoffen können alle eigentlich nur auf einen leicht beigen Hautton, da Rot und Blond in unserer Familie dominiert.

Für uns neu, da noch nie mit eigener Küche in Italien, die Kenntnisse über die glutenfreie Diät. Es gab keine komischen Blicke, Unverstehen, oder schlichtes Ignorieren wenn wir nach „senza glutine“ fragten. Im Gegenteil! Man verwies uns gleich zur Pizzeria die als einzige im Ort eine glutenfreie Pizza im Angebot hatte, nahm einen sauberen Löffel und schabte etwas nach innen beim Gelato oder servierte gar Spaghetti Bolognaise glutenfrei zum Mitnehmen. Ah, was hat meine Älteste gestrahlt!

Sogar eine separate Glacékarte gab es, nur leider waren die Tiefkühler in unserem Feriendorf schon derart leer, dass es kein Glacé mehr zu kaufen gab, sei es mit oder ohne „Glutine“.

Meine Älteste schwelgte in neuen Produkten, nur das Aufbackbrot mussten wir leider nach Hause nehmen weil wir in unserer Miniküche keinen Ofen hatten. Dafür haben wir am letzten Tag nochmals so richtig zugeschlagen – uns mit allem versorgt was sie erfolgreich getestet und sich nun als Wintervorrat anlegen wollte. Nun ja, mal sehen wie weit es dann wirklich langt:-).

Fotos hätte ich auch, nur sind die noch auf dem Apparat meiner Zweitältesten, denn meiner hat leider den Geist aufgegeben und muss erst ersetzt werden. Es wird also in den nächsten Tagen noch Bilder geben von den tollen Produkten.