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Alle Montage wieder – oder, Leise rieselt der Käse


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Ich weiss ja nicht wie es woanders aussieht am Montag, hier herrscht so ziemlich Ebbe was Ideen für’s Essen anbelangt nachdem ich mich am Wochenende offenbar völlig vorausgabe. Dazu kommt, dass Montags beide Grossen erst nach 20 Uhr nach Hause kommen vom turnen, hungrig und müde. Es muss also etwas Warmes sein, was sich gut warmhalten lässt und Kleinen wie Grossen schmeckt. Also gibt es fast immer Pasta. Pasta mit Tomatensauce, Hackfleisch an brauner Sauce, Pesto, mit Carbonara oder Tomaten mit Hacksauce – dazu Käse. Wir variieren aber nicht nur mit der Sauce, sondern auch mit den Teigwaren, Müscheli, Hörnli, Cravättli, Nudeln breite wie dünne, Makaroni, Penne oder auch mal Spaghetti.

Die Mädels lieben es! Die Kleinen essen die Pasta hauptsächlich ohne irgendwas, den grossen Zwei kann es fast nicht genug davon geben und Hauptsache es rieselt kräftig mit Schnee Käse. Meine Schwierigkeit besteht aber eigentlich ganz woanders, die Frage lautet für mich jedesmal: habe ich genug Pasta für meine Älteste gekocht? Denn für sie koche ich eigene, glutenfreie Pasta, das wäre mir sonst echt zu teuer.

Ich könnte sie wägen. Oder abzählen. Doch dazu reicht meine Intelligenz meist nicht mehr so spät abends und ich werfe eine Handvoll ins Wasser – Handgelenk mal π (oder π mal Daumen). Mal hat es genug, ab und zu etwas wenig und selten mal zuviel – denn meine Tochter isst gerne.

Also, den Montag hätten wir gemeistert (Carbonara mit Spaghetti heute zum Abendessen, Rösti mit Spiegelei zum Mittagessen) und für morgen? Und täglich grüsst die neue Frage:

Was koche ich meiner Familie…

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Gluten- und Lactosefreie Frikadellen / Hamburger


Sonntags erwarteten wir einen Besuch von einer fünfköpfigen Familie, zusammen mit unserer Wenigkeit sind das 11 Nasen. Kochen für soviele Kinder finde ich immer eine Herausforderung, vor allem wenn man sich so schlecht kennt wie diesesmal. Der Besuch wurde initiert über den FB-Status (äh, Facebook) eines Bekannten: Familie (nicht die des Bekannten) sucht Übernachtungsmöglichkeit von Sonntag auf Montag, um am Morgenstraich in Basel teilnehmen zu können…

In Unwissenheit meiner Familie (weil abwesend) sagte ich zu und wartete gespannt der Dinge. Nach gründlicher Besprechung mit meinem Tiefkühler gab es eigentlich nur eine Möglichkeit: Hackfleisch, Rindshackfleisch.

Nun sind eigentlich die wenigsten Rezepte wirklich statisch, schliesslich kann man ja nicht verlangen, dass man wirklich jedesmal sämtliche Zutaten im Hause hat oder die Zeit, sich vorher besagtes zu besorgen. Und auch wenn ich mich noch so sehr bemühe, bestimmt vergesse ich so etwas exotisches wie Kardamom, gemahlene Gewürznelken, Pistazienkerne, Zitronensaft oder gar die Eier und muss improvisieren. Das folgende Rezept lädt sehr dazu ein, am wichtigsten ist eigentlich nur, dass man genügend Eier hat, um die Frikadellen beim Braten am auseinanderfallen zu hindern. Wenn jemand weiss, wie sich das ohne Eier bewerkstelligen lässt – BITTE MIR SOFORT SCHREIBEN!!! Nachtrag dazu siehe unten, Ideen sind aber nach wie vor willkommen!

ergibt ca. 12 Stück

100 gr                    Hirseflocken    (mehr hatte ich leider nicht)

etwas                      getrockneten Knoblauch (frischen hatte ich nicht)

2 dl                          heisses Wasser

1                               Bouillonwürfel

die Hirse damit etwa 5 min einweichen, gerne darf man den Anteil Hirse erhöhen, zwei Tassen Hirse und 200 gr Hackfleich schmecken gut gewürzt auch lecker und erstaunlicherweise immer noch nach Fleisch)

1                                Zwiebel, kleingehackt

1 tl                            rote Currypaste

(die grüne oder gelbe schmeckt auch, eigentlich wollte ich Pestopaste reintun…)

1 tl                            Salz (aufpassen wenn man Pesto reintut!)

2                               Eier

500 gr                     Hackfleisch

ca. 50 gr                 glutenfreies Mehl

Alles, zusammen mit der eingeweichten Hirse, gut mit den Händen durchkneten. Das Mehl brauchte ich, weil mir eben die Hirseflocken ausgingen, und etwas anderes fand sich nicht auf die Schnelle. Die Masse ist klebrig und relativ weich, aufpassen dass die Frikadellen beim hineingleiten in die Pfanne nicht auseinanderfallen.

Wer keine Eier verwenden will/kann, probiere es mit der Zugabe von einem Esslöffel Sojamehl. Auch passsierte, erkaltete Kartoffeln kleben schön, 1-2 davon sollten genügen. Wichtig ist aber wirklich, dass die Kartoffeln ganz kalt dabei sind!

Dazu servierte ich Reis und grüne Erbsen, zum Nachtisch gab es eine Haselnuss-Moccatorte mit Schokoüberzug, doch zu diesem Rezept ein ander Mal.