Tag-Archiv | sauerteig

ich glaub ich nenn ihn Fridolin


Letzthin habe ich in einer Familiensendung gesehen, wie da ein Sauerteig, verlorengegangen in der Bahn, Hermann genannt wurde. Zumindest nehme ich mal an es handelte sich um einen Sauerteig. Denn die Schüssel musste immer schön im Warmen stehen.

Deshalb habe ich nun meinen auch getauft, auf Fridolin!

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Heute gabs Mohnschnecken, mit Fridolins Hilfe, und meine Älteste meinte gar: Also, das ist das erste Mal das mir deine Schnecken schmecken, Mama! Weiss grad nicht wie ich solche Sätze von ihr einordnen soll. Schmecken sie tatsächlich so gut, oder hat sie inzwischen den Vergleich ganz verloren und ist gnädiger geworden?

WICHTIG: beim Sauerteig fängt man ja mit der Flüssigkeit an, deshalb messe ich die, und weiss meist nicht so genau wieviel Mehl im Teig drin ist. Im Schnitt brauche ich für 4dl Flüssigkeit 400-500gr Mehl.

Am Vorabend habe ich 3 dl warmes Wasser mit 1 Essl Sauerteig vermischt und soviel Mehl zugegeben bis ein dickflüssiger Teig entsteht. Die Schüssel gut abdecken und über Nacht stehen lassen. Als erstes jetzt 1-2 Essl Sauerteig wegnehmen und das Glas wieder in den Kühlschrank stellen.

Am Morgen 3 Essl Zucker, 1 tl Salz, 125 gr zimmerwarme Margarine und glutenfreies Mehl zu einem Teig verarbeiten. Ich nehme dazu nun den Mixer, sonst wird es ein bisschen schwierig mit der Margarine darunterziehen. Der Teig ist dann gut, wenn er bei der Stupfprobe – Finger reinstecken – sich nicht mehr klebrig anfühlt. Den Teig auf viel Mehl auswallen, den Mohn mit einem Teighörnchen gleichmässig aufstreichen und mit der kurzen Seite aufrollen. So entstehen zwar weniger Schnecken, dafür sind sie dicker…

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Sonntagsfrühstück: knusprige Sauerteigwaffeln


In meinem Kühlschrank sauert es fröhlich vor sich hin und mindesten einmal pro Woche sollte ich den Sauerteig aufmischen. Welch genüssliche Voraussetzungen für ein   sonntägliches Frühstück geteilt auf 2 Male. Das erste Mal mit vieeel Kaffee gegen 9 Uhr, bevor wir loshetzen in den Gottesdienst. Den zweiten Teil nach dem Gottesdienst mit anschliessender Schwatzrunde des weiblichen Familienanteils (5/6). Schuld daran ist nicht die Faulheit sich etwas neues auszudenken sondern schlicht der Wunsch, Frühstück dann zu essen wenn die Hausfrau auch Hunger hat – nämlich Mittags! Morgens geniesse ich den Kaffee ohne etwas…

Im zweiten Teil gab es aber auch Rösti, Reste vom Abendessen gestern (gefülltes Gemüse aufgewärmt), Käse und Salami. Jeder darf essen wozu er Lust hat, süss und salzig wild durcheinander. Die Zwillies entschieden sich zu Waffeln mit Erdnussbutter gepaart mit Rösti:-)

Das Rezept ist eher für diejenigen die schon etwas Erfahrung haben mit dem glutenfreien Mehl. Weil ich wie meist, einfach anfange ohne ständig alles nachzumessen mit der Waage. Gestern Nacht ging es los mit dem ansauern:

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  • 1 Essl Stadium 3 Sauerteig/Brotferment  (Achtung, es muss die Glutenfreie sein!)
  • in einem Messgefäss 1 dl kochend Wasser und 3 dl Milch mischen

zusammen gut verrühren, so dass keine Klumpen mehr da sind

  • glutenfreies Mehl dazugeben, bis eine dickflüssige Masse entsteht.

wichtig: kein Salz oder Zucker zugeben!

Über Nacht entweder in einer hohen Schüssel mit übergestülpten Plastikbeutel oder einem grossen + verschlossenen Plastikgefäss stehen lassen. Die Masse vergrössert sich enorm und braucht Platz. Den Deckel nur leicht auflegen, so dass der Sauerteig atmen kann. Da ich den Sauerteig mit Milch angesetzt habe, kann ich keinen Teil davon zurück ins Glas legen. Sollte der Sauerteig dennoch gefüttern wollen/müssen, kann man etwas Mehl und lauwarmes Wasser zugeben, gut verrühren und wieder in den Kühlschrank stellen.

Am Morgen:

  • 1 grosser Essl. Margarine flüssig schmelzen
  • 3 Eigelb
  • etwas Salz
  • 1 Essl Zucker
  • glutenfreies Mehl, bis die Masse dickflüssig wird

alles mischen, nach Bedarf noch Milch zugeben.

  • 3 Eiweiss steif schlagen, unter die Masse ziehen

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so sieht die Masse aus, leider war aufgrunde akutem Kaffeemangel die Kamera erst jetzt im Einsatz. An der Schüssel sieht man gut, dass morgens die Masse bis oben am Rand war, sogar übergeflossen ist. Mit der Menge habe ich ungefähr 15 Waffeln gebacken, vielleicht auch mehr doch das lässt sich nicht mehr eruiren. Im Ganzen habe ich etwa 600-700gr Mehl verbraucht.

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3. Versuch mit Sauerteig


Und wer zählen kann dem fällt vermutlich eine Kleinigkeit auf…genau…seuffz! Doch ich habe nicht aufgegegen und nun stehen im Kühlschrank gar 2 Behälter mit diesem Sauerteigersatz. Gestern Nacht konnte ich nicht widerstehen, und habe aus dem frisch gegorenen Zeugs gleich einen Brotteig angesetzt und den heute gebacken. Die Testperson hat allerdings kurz vor Mittag angerufen: Mama, ich ess mit einer Freundin in der Stadt, bis später!

Nur gut haben wir noch mehr Personen in unserem Haushalt die dann halt den Kopf Mund hinhalten dürfen:-)

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erste Versuche mit Sauerteig


Seit Freitag versuche ich mich mit einem ersten Start mit Sauerteigbrot. Heute gab es das erste Exemplar zum Znacht, zusammen mit einer Kürbissuppe. Sogar meinem Mann schmeckte dieses Brot, mir auch – sehr sogar. Leider ist es noch ein bisschen schildkrötenartig, ich habe aber gute Hoffnungen dass sich das mit der Zeit bessert. Ein Rezept folgt, wenn ich mit der Handhabung sicherer bin:-)

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