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wir machen mal auf Wild


Einmal im Jahr, im Winter, geniessen mein Mann und ich Wild. Dabei orientieren wir uns gerne an den Aktionen im Laden denn selber gekocht habe ich das noch nie. Spätzle, Maroni glasieren schon, nur Wild/Pfeffer bis jetzt nicht. Denn von uns 6 Nasen mögen nur wir zwei Wild essen, den Mädels riecht es etwas zu streng, oder vielleicht haben sie auch zu fest Mitleid mit den armen Rehen. Tatsache ist aber, dass wir in der Schweiz den Wildbestand regulieren müssen, die Tiere haben also ein freies Leben. Unserer Grossen aber wollte ich das mal ermöglichen, mit gutem Erfolg!

Gestern beim einkaufen sah ich jedoch, dass Rehschitzel im Angebot war. Die Gelegenheit mal auszuprobieren, ob ich mich vielleicht doch mal an ein selbst gekochtes Wildgericht wagen soll.

in meinem Rezept halte ich mich an Gelerntes aus meiner Ausbildung, sicher gibt es noch andere Arten Wild zu kochen. So habe ich es auch aufgeschrieben, dafür noch ein paar Bildchen gemacht. Wichtig ist eigentlich nur, dass das Fleisch eingelegt wird in Rotwein. Wieviel und welches Gemüse ist sekundär, es muss halt am Ende der Gesellschaft schmecken. Geholfen mit den Fotos hat mir heute meine jüngste Tochter, ihr merkt sicher welche Bilder sie geschossen hat:-)

Rezept:

  • Rehschnitzel, in meinem Fall etwa 200gr, feingeschnitten
  • 2 grosse Zwiebeln, gesteckt mit Lorbeer und Nelken
  • 2-3 Karrotten
  • Rotwein

Fleisch und Gemüse in eine Schüssel füllen und mit dem Wein übergiessen. Wer weniger Wein nehmen will nehme 3 Teile Wasser und ein Teil Essig, dazu soviel Rotwein wie gewünscht. Das Fleisch muss bedeckt sein, damit kein Sauerstoff rankommt und es so haltbar bleibt. Mindestens über Nacht stehen lassen. Ich lasse es meist draussen stehen, wer damit etwas Mühe hat kann es aber auch gerne in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag das Fleisch herausfischen und mit etwas Küchenpapier trocken tupfen. Scharf (heiss) anbraten, danach das Gemüse zugeben und am Schluss den Wein. Es ist dann also alles wieder zusammen in der Pfanne.

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Jetzt kann das in Ruhe vor sich hin köcheln, ich liess meine Platte auf 2 stehen und war sogar weg, im Spielzeugmuseum mit den Kleinen.

Nach unserer Rückkehr habe ich zuerst das Fleisch herausgefischt, Kartoffeln und noch ein paar Karotten geschält, zusammen mit einer Tomate alles kleingeschnitten und weich gekocht. Weshalb das Fleisch nicht? Weil es schon fast gar war und ich kein zähes Fleisch essen wollte.

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Sowie dann alles weich war pürierte ich das Gemüse, fügte noch Salz hinzu und liess das Fleisch noch kurz Mitschülern. Weil meine Familie sehr gerne Saucenrüebli hat habe ich die grossen Stücke nicht mitpüriert, sondern mit dem Fleisch herausgenommen. Wer möchte kann natürlich die Sauce mit Maizena binden und das Gemüse nicht pürieren, schmeckt auch gut.

Zum Schluss briet ich gekaufte Spätzle, schlitzte eine Tüte Rotkraut auf und erhitzte sie, und setzte alles auf den Tisch. Mit dem Auftrag an meine Älteste Fotos von ihrem Teller zu machen. Seit kurzem kann man im Migros glutenfreie Spätzle kaufen kann, für uns habe ich die normalen geholt.

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auf dem letzten Fotos sind normale Spätzle zu sehen, doch unsere Kleinste wollte, dass ich ihren Teller auch fotografiere…

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Schinkengipfeli Gluten- und Eifrei


Gibt etwa 16 Stück, falls Teig vor bleibt: einfach einfrieren und ein anderes Mal eine Wähe oder einen Flammkuchen damit basteln

So, ich musste das einfach mal ausprobieren. Schliesslich kann ich ja nicht zulassen, dass unsere Älteste gar nicht weiss wie sowas schmeckt wenn wir die Dinger heimlich essen. Also dann, wenn sie bei einer Freundin übernachten darf, gekoppelt an Pommes und mindestens 2 DVD’s sehen:-).

huch, das ist das falsche Foto, nur einen kleinen Moment…


so, das lag auf dem Teller bevor sie sich mit Heisshunger darüber gemacht hat. Nun aber zum Rezept.

Zuerst zum Teig, mein alter Bekannter – Quarkteig

  • 250gr      Glutenfreies Mehl
  • 1 tl            Salz
  • 150gr       Magerquark
  • 6 Essl       Milch
  • 6 Essl       Speiseoel

alles mit einem Mixer gut mischen, bis ein fester Teig entsteht. Mindestens 10 Minuten quellen lassen.

Füllung:

  • 1                Zwiebel, kleinschneiden
  • 1 Bund     Peterli, kleinschneiden

zusammen mit etwas Oel andünsten

  • 100gr       Schinkenwürfel
  • 50gr         Speckwürfel
  • 150gr       Magerquark
  • etwas       Pfeffer
  • vorsichtig mit dem Salz
  • etwas Rahm, falls vorhanden

alles gut mischen. Und nun lasse ich die Bilder sprechen, die übrigens meine Älteste beblitzt hatte, nun musste ich nicht immer meine klebrigen Finger zwischen den Fotos waschen.

als Hilfe gibt es den „Gipfeler“ von Betti Bossi. es geht aber genau so gut mit dem Kuchengitter oder dem Schutz über der Bratpfanne gegen Fettspritzer (Ikea) oder sonst etwas das einen gross genug Durchmesser hat (mind. 30cm). In 8 Schnitze schneiden. Achtung: von Betti Bossi gibts 2, den mini für 16 (in rot) und den maxi für 8 (grün) Gipfeli.

die Ränder mit Wasser einpinseln und beim einwickeln etwas zusammen drücken, damit die Füllung nicht hinausläuft. Ich habe sie dann gleich auf diesen Plastikschneidebretter einzeln eingefroren. Nach 3-4 Stunden lassen sie sich gut in einem Gefrierbeutel sammeln und sind backofenfertig.

Die gefrorenen Gipfeli mit etwas Rahm (Sahne) oder einem Ei einpinseln. Bei mittlerer Hitze ca 30 Minuten backen.

Wir anderen assen die gekauften – die schmeckten aber nicht so gut!

Tiefkühlpizza Pizza – gluten- und lactosefrei


Wochenende ist da – und einmal mehr der Moment, wo ich mir wünsche wir alle könnten ganz normal essen.

Mit 4 Kindern und einem Alltag, der es mir manchmal erschwert eine frisch gekochte und gesunde Mahlzeit um Punkt 12.30 Uhr auf den Tisch zu stellen. Ein Ausflug auf den Flomarkt, eine Zugfahrt zu den Verwandten und schon kommt man müde nach Hause und hat keine Lust / Energie / Zeit sich jetzt noch eine Stunde an den Herd zu stellen.

Und immer nur Pommes will man ja auch nicht auftischen, gell?

Deshalb mache ich mir alle paar Wochen die Mühe, einen Stapel Tiefkühlpizzas zu backen. Die kann ich dann zusammen mit der Migros.. ,Coop.., Aldi-Pizza in den Ofen schieben und voilà, es schmeckt allen und Mamas Nerven sind gerettet.

Zuerst bereite man einen Brotteig nach Wahl zu. Jedes Glutenfreie Mehl hat gewöhnlich eine eigene Rezeptur – UNBEDINGT BEACHTEN! Ein paar Tips habe ich aber dennoch:

  • nach Möglichkeit Kohlesäurenhaltiges Wasser verwenden, mit einem Sodaclub lässt sich handwarmes Kohlensäurehaltiges Wasser herstellen
  • den Teig mit einem Mixer mischen, von Hand ist die Masse viel zu klebrig um damit schaffen zu können.
  • eher zuviel Flüssigkeit verwenden, beim bearbeiten lässt sich gut noch Mehl einarbeiten
  • Das Mehl dickt nach!!!!!!!!

Nach dem Aufgehenlassen des Brotteiges den Teig auswallen und mit einem Teller nach Wahl grosse Rondellen ausschneiden. Die Rondellen werden mit einer schon vorbereiteten Tomatensauce bestrichen und anschliessend für 10 Minuten bei mittleren Hitze gebacken.

Die ausgekühlten Pizzas nun nach Gusto belegen mit Käse, Schinken ect.

Die fertigbelegten Pizzas in einen Tiefkühlbeutel verpacken, beschriften und einfrieren.

PS: so eine Tiefkühlpizza rettete auch schon manchen Anlass wie eine Geburtstagspartie bei einer Freundin, die Köchin im Skilager oder einen gemütlichen Filmabend zuhause

Gluten- und Lactosefreie Frikadellen / Hamburger


Sonntags erwarteten wir einen Besuch von einer fünfköpfigen Familie, zusammen mit unserer Wenigkeit sind das 11 Nasen. Kochen für soviele Kinder finde ich immer eine Herausforderung, vor allem wenn man sich so schlecht kennt wie diesesmal. Der Besuch wurde initiert über den FB-Status (äh, Facebook) eines Bekannten: Familie (nicht die des Bekannten) sucht Übernachtungsmöglichkeit von Sonntag auf Montag, um am Morgenstraich in Basel teilnehmen zu können…

In Unwissenheit meiner Familie (weil abwesend) sagte ich zu und wartete gespannt der Dinge. Nach gründlicher Besprechung mit meinem Tiefkühler gab es eigentlich nur eine Möglichkeit: Hackfleisch, Rindshackfleisch.

Nun sind eigentlich die wenigsten Rezepte wirklich statisch, schliesslich kann man ja nicht verlangen, dass man wirklich jedesmal sämtliche Zutaten im Hause hat oder die Zeit, sich vorher besagtes zu besorgen. Und auch wenn ich mich noch so sehr bemühe, bestimmt vergesse ich so etwas exotisches wie Kardamom, gemahlene Gewürznelken, Pistazienkerne, Zitronensaft oder gar die Eier und muss improvisieren. Das folgende Rezept lädt sehr dazu ein, am wichtigsten ist eigentlich nur, dass man genügend Eier hat, um die Frikadellen beim Braten am auseinanderfallen zu hindern. Wenn jemand weiss, wie sich das ohne Eier bewerkstelligen lässt – BITTE MIR SOFORT SCHREIBEN!!! Nachtrag dazu siehe unten, Ideen sind aber nach wie vor willkommen!

ergibt ca. 12 Stück

100 gr                    Hirseflocken    (mehr hatte ich leider nicht)

etwas                      getrockneten Knoblauch (frischen hatte ich nicht)

2 dl                          heisses Wasser

1                               Bouillonwürfel

die Hirse damit etwa 5 min einweichen, gerne darf man den Anteil Hirse erhöhen, zwei Tassen Hirse und 200 gr Hackfleich schmecken gut gewürzt auch lecker und erstaunlicherweise immer noch nach Fleisch)

1                                Zwiebel, kleingehackt

1 tl                            rote Currypaste

(die grüne oder gelbe schmeckt auch, eigentlich wollte ich Pestopaste reintun…)

1 tl                            Salz (aufpassen wenn man Pesto reintut!)

2                               Eier

500 gr                     Hackfleisch

ca. 50 gr                 glutenfreies Mehl

Alles, zusammen mit der eingeweichten Hirse, gut mit den Händen durchkneten. Das Mehl brauchte ich, weil mir eben die Hirseflocken ausgingen, und etwas anderes fand sich nicht auf die Schnelle. Die Masse ist klebrig und relativ weich, aufpassen dass die Frikadellen beim hineingleiten in die Pfanne nicht auseinanderfallen.

Wer keine Eier verwenden will/kann, probiere es mit der Zugabe von einem Esslöffel Sojamehl. Auch passsierte, erkaltete Kartoffeln kleben schön, 1-2 davon sollten genügen. Wichtig ist aber wirklich, dass die Kartoffeln ganz kalt dabei sind!

Dazu servierte ich Reis und grüne Erbsen, zum Nachtisch gab es eine Haselnuss-Moccatorte mit Schokoüberzug, doch zu diesem Rezept ein ander Mal.