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Magenbrot – neue Erkenntnisse!


Seit ein paar Wochen verkaufe ich Magenbrot, glutenfreies natürlich, in einem kleinen Lädelchen hier in Riehen. Und hat mir arg Bauchweh bereitet…denn:

Magenbrot hat so seine Tücken! Zuerst einmal die Gewürze, ich habe lange daran herumgetüftelt und nun folgende Mischung erhalten. Um die Mischung gut zu messen habe ich mir Messlöffel in der IKEA gekauft, vielleicht erhält man die aber auch anderswo.

  • 2 Beutel à 40gr Zimt
  • 15ml Nelkenpulver
  • 1ml Kardamon
  • 1ml Koriander
  • 1ml Ingwer
  • 1ml Muskat
  • 1ml Anis

Magenbrot Teig

  • 300gr                  glutenfreies Panflor Mehl (vom Landi, das schmeckt viel weniger staubig wie das Schärmehl)
  • 1 tl                       glutenfreies Natron
  • 1 tl                       glutenfreies Backpulver
  • 2 Essl                  Kakaopulver
  • 1 Essl                  Gewürzmischung
  • 125 gr                  Zucker
  • 2 dl                       Wasser

Zuerst die trockenen Zutaten in die Schüssel, dann die nassen und hinterher mit den Knethaken vom Handmixer für ca 3 Minuten. Der Teig muss mindestens 10 Minuten stehen zum quellen, er darf auch ein paar Tage im Kühlschrank ruhen.

Den Teig auf einem Blechreinpapier auswallen und bei ca 180°C für 20 Minuten backen. Der Teig sollte in etwa 1,5cm dick sein.

nach dem backen in Würfel schneiden, auskühlen lassen.

Glasur

  • 50 gr                    dunkle Schokolade
  • 0,5 dl                  Wasser

zusammen in einem kleinen Pfännchen bei niedriger Temperatur flüssig werden lassen.

  • 150 gr                Puderzucker
  • etwas                Lebkuchengewürz

hinzufügen, zu einer dickflüssigen Masse mischen. Puderzuckerklumpen rausdrücken mit einer Gabel.

Zuerst die Lebkuchenwürfel in eine Schüssel geben, dann die Glasur darübergiessen. Mit einer Kelle sorgfältig mischen bis sich alle Seiten der Würfel mit Glasur bedeckt haben. Auf einem Gitter auskühlen / trocknen lassen. Dazu muss man die Würfel etwas voneinander trennen, da die Glasur klebt wie Leim.

Nun zum wichtigsten:

Möchte man das Magenbrot für ein paar Tage aufbewahren muss man die Würfel mindestens 2-3 Tage trocknen lassen, dazu eignet sich ein gelochtes Pizzablech sehr gut. Nur dann sind sie gut für ein paar Tage haltbar. Frisch essen kann man sie schon nach 5-6 Stunden Trocknungszeit. Diese Information habe ich von einem Bäcker erhalten, im Netz steht dazu gar nichts – man will es offenbar geheimhalten….

Johannisbeerkuchen, Gluten- + Nussfrei


Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Erdbeeren im Garten, und fast täglich vergnügen sich meine 4 Mädels an den kleinen Sträuchern und stopfen sich die süssen Beeren so schnell es geht in den Mund – die anderen könnten ja schneller sein! Gleich nebenan wachsen verlockende Johannisbeeren, rote, auch die sind nun reif. Mehr als reif. Und heute habe ich zwei Schüsseln davon gepflückt. Nur, die gehören gar nicht uns…

Ich weiss was ihr denkt!

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Kuchenteig:

  • 150gr Margarine
  • 120gr Zucker

mit dem Mixer schaumig rühren

  • 1 Ei

zu einer schaumigen Masse schlagen

  • ca 250gr glutenfreies Mehl

alles zusammenfügen, der Teig ist feucht und etwas klebrig. Etwas stehen lassen, und im Kühlschrank fest werden lassen. Auf einem Backtrennpapier auswallen und samt Papier in die Form legen. Ich mag die Formen aus der Ikea, sie sind gross, flach und der Boden lässt sich herausnehmen.

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Die Beeren sind nicht gewaschen, da wir alle keinen Hund haben, die Katzen selten hineinklettern und es grad am Mittwoch geregnet hat. Den Kuchen mit den Beeren belegen und den Guss darüber giessen. Für mich habe ich heute einen Vanillepudding angerührt und drübergegossen. Klassisch wären 2 Eier und 2dl Milch oder gar Rahm (Sahne). Den Zucker nicht vergessen, die Beeren alleine sind schon sauer…

Die Beeren darf ich übrigens haben, denn meine Nachbarn sind ausgerechnet jetzt in den Ferien! Die erste Schüssel voll landete im Kuchen, die zweite im Tiefkühler (fachgerecht eingefroren) und wartet dort auf bessere Tage wenn die Nachbarn wieder da sind:-)

Marshmellow-Torte, Glutenfrei (Ei-, Nuss-, Milch-, Sojafrei, ect)


Meine Älteste mag eigentlich keinen Kuchen, Ausnahme Bündner Nusstorte. Daher ist es immer ein wenig schwierig, ihr etwas spezielles zum Geburtstagsfest zu backen. Sie hat immer noch nicht Geburtstag, wollte aber noch vor den Ferien mit ihren Schulfreundinnen feiern und dies geschah gestern. Bis die Marshmellowmasse etwas wurde verbrauchte ich ca 2 kg Zucker und ein paar deftige Worte. Zweimal schüttete ich alles weg, das erste Mal weil es viel zu flüssig war und alles im Umkreis von einem Meter schön gleichmässig mit Zuckerwasser verspritzte. Die zweite Masse war dafür sehr trocken, die weissen Krümmel landeten allesamt im Kompost. Vor dem dritten Mal surfte ich ein bisschen intensiver im Netz, und las vor allem das Rezept SEEHR genau durch…

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man nehme:

  • 12 Blatt Gelatine
  • genügend kaltes Wasser

die Gelatine wenige Minuten einweichen, vor dem weitermachen gut ausdrücken und die Wassermenge auf eine halbe Tasse reduzieren

  • 3 Tassen Zucker
  • 3/4 Tassen Wasser

zusammen aufkochen. Falls ein Candythermometer vorhanden ist auf 115 °C erhitzen. Es geht jedoch auch ohne. Allerdings muss man die Masse etwa 10 Minuten köcheln lassen, die Siruptropfen sollten schwer vom Löffel tropfen und die Temperatur stimmt dann, wenn etwas von der Masse im kalten Wasser zu klumpen beginnt, wie eine weiche Bonbonmasse.

Die heisse Zuckermasse löffelweise zur Gelatine rühren und darauf achten, dass sich keine Klumpen bilden dabei. Nach etwa der Hälfte der Masse kann man den Rest einfach dazu giessen. Nun kommt der coole Teil: mit einem Handmixer oder Küchenmaschine wird diese Masse schaumig geschlagen. Anfangs ist die Masse durchsichtig, wird aber schnell schaumig und mit der Zeit cremig und weiss. Die Menge verdreifacht sich in etwa. Leider habe ich von diesem Prozess keine Bilder, denn die Kamera musste nach einem Wasserbad (das unfreiwillig am Nachmittag stattfand) erst richtig austrocknen.

Während diesem Prozess etwas Vanilleessenz und nach Wunsch Lebensmittelfarbe zugeben.

Es zahlt sich aus, die Form mit einem Backtrennpapier zu belegen, so kann man die getrocknete Masse gut herausnehmen und nach Wunsch in Würfel schneiden. Die einzelnen Würfel gut in Puderzucker wälzen, sonst kleben sie sehr aneinander.

Für eine Torte, siehe unten, gibt es unzählige Möglichkeiten. Ich habe die Masse blau gefärbt, und mit allerhand „Gummizeug“ geschmückt: Frösche, Schlangen, Colaflaschen, saure Ringe und anderes mehr. Auch fand ich noch ein Rest essbares Ostergras und kreirte damit einen Teich. Achtung: Bitte alle Inhaltsangaben auf den Packungen lesen. Haribo hat doch einiges das mit Weizenmehl hergestellt wird. Im Migros ist soweit ich gesehen habe, alles ohne Weizenmehl hergestellt – auch die sauren Dinger! Die Schlangen habe ich in den Untergrund versenkt, so war es ein bisschen lustiger.

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Hmmm, dies schmeckt fast jedem Teenager


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Bei der Suche nach glutenfreien Haferflocken sind mir gepuffte Amaranth unter die Finger gekommen und damit die zündende Idee: hiermit lassen sich tolle Snacks für meine Grosse herstellen, die nächste Woche ihren Geburtstag feiert. Eigentlich hat sie noch nicht Geburtstag, sondern der fällt wie jedes Jahr auf das Ferienende. Nach den Sommerferien beginnt für sie ein neuer Schulabschnitt, andere Lehrer, neues Schulhaus, neue Freunde und deshalb also das vorgezogene Fest. Besser gesagt: eine Pijama-Party…

Leider habe ich für dieses leckere Zeug keinen Namen, es soll eine glutenfreie Variante von den amerikanischen Rice Crispie treats werden. Doch hier streikt meine englisch-deutsche Vorstellungskraft – Ideen dürfen aber gerne im Kommentar geliefert werden.

Also, man nehme:

  • 1 Packung gepufftes Amaranth (gefunden in Deutschland im DM)
  • 1 Packung amerikanische Marshmellows, weisse
  • 1 Essl Margarine

als erstes schmelze man die Marshmellos zusammen mit der Margarine. Das dauert ein wenig, man achte speziell auf die Hitze, denn sie sollen ja nur flüssig und nicht braun werden. Hier aber die Bilder.

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und nun eine kleine Form ausbuttern

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etwas stehen lassen bis die Masse fest ist. Sorgfältig aus der Form lösen und in Würfel schneiden

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die Würfel habe ich anschliessend in helle Kucheglasur getaucht. Sie schmecken aber auch so wirklich gut, zumindest wenn man gerne Marshmellows isst.

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Überraschung für Mama – ein Kuchen zum selberbacken


Hallo

Heute offeriere ich ein Spezial Angebot!

  • ein heller Biscuitboden
  • 1 Päckchen Puddingpulver, glutenfrei
  • Anleitung mit allen Details

selber hinzufügen:

  • 1/2 lt Milch + 2 Essl Zucker, Pudding kochen
  • 500gr Erdbeeren

é voilà, ein Erdbeerkuchen!

für Ortsansässige 10 CHF, abzuholen Dienstag zwischen 17 und 18 Uhr oder Freitag zwischen 14 und 15 Uhr – Achtung neue Verkaufszeit! Andere Zeiten nur nach vorheriger Absprache…

Per Post und Rechnung 20 CHF (inklusive Porto und Verpackung). Versand nur innerhalb der Schweiz! Verschickt werden die Kuchen am Dienstagabend, Bestellungen werden bis Montag 12 Uhr Mittag entgegen genommen. Der Kuchen ist eingeschweisst und sollte sich bis Sonntag halten im Kühlschrank.

Biscuitboden, Ei-, Nuss-, Lactose- und Glutenfrei (vegan)


So, heute habe ich wieder ein bisschen in der Backstube herumgespielt und einen ganz passablen Biscuitboden erhalten. Nebst gutem Geschmack musste er nicht nur lactosefrei, sondern auch ohne Eier auskommen – keine einfache Sache.

  • 50 gr Zucker
  • 80 gr Speiseoel
  • 2 dl Apfelsaft (Orangensaft geht auch)
  • 2 zerdrückte mittelgrosse Bananen
  • 1 P glutenfreies Backpulver
  • 180 gr glutenfreies Mehl (Kuchen+ Kekse Schär)
  • 1,5 Essl Kakaopulver ungesüsst

alles gut mischen, etwas quellen lassen. Für meine Zwecke habe ich die gesamte Menge auf ein grosses Backblech gegossen und etwas flachgestrichen. Möchte man damit eine grosse Schwarzwäldertorte basteln giesst man die Teigmenge in zwei Bleche und schneidet den Teig nach dem backen in der richtigen Grösse zurecht.

backen bei 180°C für 10 Minuten

Nach dem auskühlen habe ich den Teig mit einem grossen runden Ausstecher (ø 10 cm) ausgestochen. Ideal für meine hübschen Gläser:-). Der gebackene Biscuit lässt sich gut einfrieren. Möchte man hellen Biscuit für eine Erdbeertorte lässt man das Kakaopulver weg und fügt 10 gr Mehl hinzu.

Übrigens: fast alle Torten werden mit einem feuchten Innenleben gefüllt: Rahm, Vanillepudding, Buttercreme, Quark und anderes. Wenn da der Biscuit etwas trocken geworden ist merkt man das im ganzen nicht mehr! Also, nur Mut, das wird schon gut werden:-)

Schwarzwäldertorte im Glas, glutenfrei


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Seit Anfang dieser Woche gehöre ich auch zu den Im-Glas-back-Leuten. Nun bleibt abzuwarten ob es auch gut schmeckt, das backen ist mit ein paar ganz wenigen Anpassungen sehr leicht gelungen.

Doch gestern überlegte ich mir, ob man nicht auch Schwarzwäldertorte im Glas haben könnte und begab mich auf die Suche nach geeigneten Gläser. Fündig wurde ich im Brocki. die Gläser sind sicher älteren Datums, aber ohne Schrammen und intakt. Dazu hübsch und besitzen eine angenehme Oberweite, den man möchte ja den Kuchen nicht aus einem 2cm grossen Loch „usegrüble“. Tut mir leid, dazu gibt es grad kein deutsches Wort – doch änet der Grenze verstehet man das vielleicht auch so?

Als erstes bäckt man einen Biscuit, am besten auf dem grossen Backblech. Dem Biscuitteit 1,5 Essl Kakaopulver beimischen und das Mehl um ca. 20 gr reduzieren. Backen bei 180°C für 10 Minuten.

Wer schon Erfahrung hat mit dem Biscuitteig und nur die Zutaten braucht, hier kommen sie:

  • 6 Eigelb
  • 100 gr Zucker

schaumig rühren, bis die Masse hellgelb ist

  • 6 Eiweiss

zu Schnee schlagen, 1 Essl Zucker am Ende mitschlagen. Achtung: das Eiweiss nicht überschlagen, sonst wird der Teig zäh

  • 1,5 Essl Kakaopulver
  • 120gr glutenfreies Mehl, (z.B. Schär, Kuchen und Kekse Mischung)
  • 1 Essl Oel

alles vorsichtig mischen

vom gebackenen Teig Rondellen ausstechen, der Durchmesser sollte in etwa dem Glas entsprechen.

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Zuerst eine Biscuitrondelle hineinlegen. Die steifgeschlagene Sahne mit etwas Zucker versetzen und die erste Lage einfüllen. Wer möchte darf natürlich gerne den Biscuit mit etwas Kirsch tränken…

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In den Rahm/Sahne Kirschen legen. Darauf kommt vorsichtig die zweite Rondelle. Wieder Rahm drauf und zuoberst die Schokoladenspähne legen. Hübsch sieht auch aus, wenn sich eine Kirsche darauf ausruht.

Meine Teigmenge reicht für 6 solcher Gläser, heute habe ich aber nur drei davon gefüllt. Statt den Biscuitteig den Zwillingen Enten zu füttern habe ich ihn fertig ausgestochen und kann sie so locker einfrieren. Man müsste sie nicht mal gross auftauen lassen. Eine ideale Vorsorge für nächtliche Schoggigelüste sofern man auch den Rahm zu Hand hat…