Tag-Archiv | Kinder

Wie ich die alle Familienmitglieder


fait behandle, oder – wie kriege ich das logistisch hin, 4 verschiedene Teigwaren so auf den Tisch zu bringen dass alle erhalten was sie möchten.

und ich am Schluss immer noch weiss, welches die glutenfreie Sorte ist…

Oft, oder eigentlich meistens, essen wir alle glutenfrei, auch die Teigwaren. Doch manchmal ist es angebracht, Kompromisse zu schliessen, so auch heute.

Tochter Nr 1 : hat Zöliakie, braucht also die glutenfreien.

Tochter Nr 2 : mag nur eine der zwei Sorten

Tochter Nr 3 + 4: mögen am liebsten die nackten, ohne Inhalt und Sauce

Mutter: liebt ausgerechnet jene, welche von Tochter Nr 2 verschmäht werden. Haha, Glück gehabt…

Vater: isst alles, muss sich aber mit Tochter Nr 2 zusammentun, weil es von jenen am meisten hat.

Es gab also:

1x Fiori gefüllt mit Spinaci e ricotta – glutenfrei (Migros, AHA Sortiment)

2x Tortelloni ricotta e spinaci

1x Fiori al Limone

250gr gekochte Kravättli

für alle gab es noch Gurken und Reibkäse in rauen Mengen

Damit ich am Schluss noch wusste, welches welche waren legte ich mir die Verpackungen gleich neben die entsprechende Pfanne.

IMG_9377IMG_9380

Advertisements

Wenn Unerledigtes schwer drückt…


Dieser Beitrag hat nichts mit Zöliakie und glutenfreien Rezepten zu tun. Vielleicht ist es auch nur ein ganz normaler Neujahrsblues, ich weiss es nicht. Ich spreche von den unerledigten Sachen die mir immer im falschen Moment in den Sinn kommen. Beim duschen, unterwegs beim einkaufen, während ich die Spaghetti abgiesse, die Wäsche aufhänge – ich bin sicher ihr habt das auch schon erlebt.

Ich mag Listen schreiben, und erledigtes dick durchstreichen, so setzte ich mich gestern hin und schrieb aus dem Bauch heraus die 4 drängensten Versprechungen/Aufträge/Vorsätze:

  • Tel Frauenarzt, zum jährlichen Check-up (längst überfällig, die Zwillis sind jetzt 4 geworden und das letzte Mal war ich zur Nachkontrolle nach der Geburt…)
  • Tel wegen Fragen zu meiner Homepage, weiss aber grad nicht wen fragen/telefonieren.
  • Gutschein für meine treuen Kunden kreiren
  • Paket bei Grenzpaketstelle abholen, liegt da schon seit der Vorweihnachtszeit. Vermutlich das Weihnachtsgeschenk für unsere Zweitälteste von ihrer Patin.

Schon erstaunlich was für Empfindungen hochkommen, wenn man diese Dinge geschrieben vor sich sieht. Schnell wurde mir auch klar, weshalb ich alles auf die lange Bank schiebe. Denn es sind alles Aufgaben, die ich mit den Kleinen um mich rum schlecht erledigen kann. Statt dessen beschäftige ich mich mit dem ewigen Schnee des Mount Textil und dem immer wieder dreckig werdendem Geschirr. Auch verlangen meine Kinder seltsamerweise mindestens 2x täglich eine Mahlzeit, Schuhe türmen sich im Eingangsbereich und der leere Kühlschrank fordert neue Füllmengen. Dies kann ich gut mit den Kleinen tun, obwohl, wenn gleich alle in der Küche helfen wollen geht mir schon mal die Arbeit aus. Arbeit, die 4Jährige schon erledigen können, meine ich.

30 Minuten später hatte ich einen Termin bei der Frauenärztin. In der Mittagspause den Gutschein mit dem Word estellt (Abends per Mail versendet) und Göga holte auf dem Heimweg das Paket ab. Offen hatten die offiziell nicht mehr, doch morgens gleich nach dem Telefonat mit der Arztsekretärin fand ich mittels eines  weiteren Anrufs heraus, dass sie schon mal individuelle Abholzeiten bei Grenzpaket.de möglich machen. Blieb also nur 1 Frage offen.

eine gute Bilanz! Und heute startete der Tag ganz anders wie gestern! Naja, die Kleinen schliefen auch wieder mal ein wenig länger, sonst sässe ich nicht jetzt schon am Computer. Nun nehme ich die nächsten 4 in Angriff:

  • immer noch die Fragen zur Website
  • 2 Jupe flicken
  • Hosentasche von Hüpfknete befreien solange die Hose noch passt
  • Termin beim Zahnarzt……..oder nein doch nicht…….

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Tag:-)

Kürbissuppe mit Popcorn


Juhu, mich gbt es noch:-) Allerdings hat mein Fotoapparat das Zeitliche gesegnet und der von meiner Tochter darf ich nur ausnahmsweise und unter ausdrücklicher Erlaubnis nutzen. Dehalb ist es ein wenig mager geworden hier.

Heute zum Znacht gab es bei uns feine Kürbissuppe. Gestern erhielt ich einen riesigen Kürbis geschenkt und habe den zwischen Frikadellen braten und Teigwaren kochen „schnell“ gerüstet und in den Dampfkocher gesteckt. Während dem Essen pfieselte es angenehm riechend in der Küche und heute gab es schon einen Teil dieses Pürres. Man nehme:

  • eine grosse Pfanne
  • fülle sie halb mit Wasser
  • schmeisst 1,5 Würfel Gemüsebouillon hinein
  • 1 Paket Kartoffelflocken (für ca 3 Portionen Kartoffelstock)
  • 6 Würste kleingeschnitten
  • 2-3 Tassen Kürbispürree
  • etwas Curry
  • 1 Becher M-Desser, Schmand oder Sauerrahm

dazu gab es eine grosse Schüssel Popcorn!

Eigentlich hatte ich das Popcorn gekauft um damit die Kleinen zu füttern auf unserem heutigen Ärztemarathon. Heute hatte meine Älteste den alljährlichen Checkup im Kinderspital in der Zöliakiesprechstunde und die Kleinen mussten mangels besserer Alternative mitkommen. Ich hatte dann aber das Glück, sie in der Kinderhüte des Kinderspitals abgeben zu dürfen. Eigentlich gedacht für Geschwisterkinder von Patienten auf der Abteilung, sie nehmen aber auch welche von den Polikliniken! An dieser Stelle ein supergrosses Dankeschön!

Statt Popcorn zu manschen malten sie tolle Bilder mit Wasserfarbe. Und zwischen UKBB und dem nächsten Termin beim Hausarzt gab es ein McFlurry mit M&Ms, glutenfrei wie wir ja jetzt wissen. Dann also weiter zum Hausarzt wo Tochter Nr 2 schon im Wartezimmer sass wegen einem blöden Ausschlag. Tochter 1 und 2 wechselten sich im Wartezimmer ab die Kleinen zu bespassen und ihr Eis fertig zu essen (ja, Tochter Nr 2 hat auch noch eines bekommen, allerdings war es schon etwas flüssiger…) Während ich mit der jeweils nicht hütender Tochter beim Arzt sass. Schade eigentlich, dass ich bei den Kleinen keinen Grund sah sie auch noch vorzuführen, wer geht schon mit allen 4 Kindern gleichzeitig zum Arzt?

Übrigens sind wir selten da, wir sind meist eine rundum gesunde Familie

Anschliessend noch in die Apotheke um 2 von 3 Rezepten einzulösen und danach endlich nach Hause. Tochter 1 und 2 wurden zum Hausaufgaben machen geschickt und die Kleinen durften sich einen Film ansehen, nach all dem vielen:

  • schnell, das Tram kommt
  • Bsst, nicht so laut
  • Nein, diesen Hund fassen wir nicht an
  • im Tram dürfen wir leider kein Eis essen……warte doch noch ein wenig
  • bleib bitte sitzen
  • musst du noch aufs WC?
  • …………
  • …………
  • …………

Und so gab es das Popcorn zum Znacht – zur Freude aller ausser dem Vater. Für den hatte es aber noch ein bisschen Brot:-) Übrigens ist diese Idee geklaut von meiner ehemaligen Nachbarin, eine Amerikanerin. Für mich zu Beginn sehr ungewohnt, doch wenn man es nicht mit Butter übergiesst und extrem salzt ist es eigentlich nicht viel anders wie andere Beilagen

Oh, che bella Italia!


Und ja, wir sind wieder hier im kalten Mitteleuropa angelangt. Die Wäsche ist schon halbwegs trocken, das Auto ausgeräumt und beim Autovermieter abgeliefert, die Kleinen tragen zum ersten Mal Strumpfhosen und nachher hole ich noch die Winterjacken aus dem Keller.

Doch, das Wetter war sehr schön. Zum Teil etwas regnerisch, die Girls aber waren fast ausnahmslos jeden Tag im Wasser, sei es dem Pool oder dem Meer – je nach Lust und Laune. Und sie sind gar etwas braun geworden, hoffe ich auf jeden Fall. Mal sehen was die gründliche Wäsche übrig lässt, hoffen können alle eigentlich nur auf einen leicht beigen Hautton, da Rot und Blond in unserer Familie dominiert.

Für uns neu, da noch nie mit eigener Küche in Italien, die Kenntnisse über die glutenfreie Diät. Es gab keine komischen Blicke, Unverstehen, oder schlichtes Ignorieren wenn wir nach „senza glutine“ fragten. Im Gegenteil! Man verwies uns gleich zur Pizzeria die als einzige im Ort eine glutenfreie Pizza im Angebot hatte, nahm einen sauberen Löffel und schabte etwas nach innen beim Gelato oder servierte gar Spaghetti Bolognaise glutenfrei zum Mitnehmen. Ah, was hat meine Älteste gestrahlt!

Sogar eine separate Glacékarte gab es, nur leider waren die Tiefkühler in unserem Feriendorf schon derart leer, dass es kein Glacé mehr zu kaufen gab, sei es mit oder ohne „Glutine“.

Meine Älteste schwelgte in neuen Produkten, nur das Aufbackbrot mussten wir leider nach Hause nehmen weil wir in unserer Miniküche keinen Ofen hatten. Dafür haben wir am letzten Tag nochmals so richtig zugeschlagen – uns mit allem versorgt was sie erfolgreich getestet und sich nun als Wintervorrat anlegen wollte. Nun ja, mal sehen wie weit es dann wirklich langt:-).

Fotos hätte ich auch, nur sind die noch auf dem Apparat meiner Zweitältesten, denn meiner hat leider den Geist aufgegeben und muss erst ersetzt werden. Es wird also in den nächsten Tagen noch Bilder geben von den tollen Produkten.

die schnelle Ofenkartoffel einmal anders


Bei der Hitze und dem grossen Wunsch unserer Mädels so nahe wie möglich beim Wasser geparkt zu werden bleibt für’s Kochen wenig Zeit, geschweige denn Energie. Diese Art von Ofenkartoffel habe ich irgendwo im Netz mal gesehen, das Foto ist aber mein eigenes:-)

IMG_4266

die ungeschälten (da neue) und gewaschenen Kartoffeln habe ich mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben geschnitten, allerdings nicht ganz durch, sodass die Kartoffel noch unten zusammenhängt. In einem kleinen Gefässe ca 2 Essl Olivenöl, 1 tl Salz und etwas Gewürze mischen und die Kartoffeln damit oben bepinseln. Bei guter Hitze 30 Minuten im Backofen backen. Dazu servierte ich einen gemischten Salat mit Kicherbsen und etwas Käse.

Johannisbeerkuchen, Gluten- + Nussfrei


Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Erdbeeren im Garten, und fast täglich vergnügen sich meine 4 Mädels an den kleinen Sträuchern und stopfen sich die süssen Beeren so schnell es geht in den Mund – die anderen könnten ja schneller sein! Gleich nebenan wachsen verlockende Johannisbeeren, rote, auch die sind nun reif. Mehr als reif. Und heute habe ich zwei Schüsseln davon gepflückt. Nur, die gehören gar nicht uns…

Ich weiss was ihr denkt!

IMG_4115

Kuchenteig:

  • 150gr Margarine
  • 120gr Zucker

mit dem Mixer schaumig rühren

  • 1 Ei

zu einer schaumigen Masse schlagen

  • ca 250gr glutenfreies Mehl

alles zusammenfügen, der Teig ist feucht und etwas klebrig. Etwas stehen lassen, und im Kühlschrank fest werden lassen. Auf einem Backtrennpapier auswallen und samt Papier in die Form legen. Ich mag die Formen aus der Ikea, sie sind gross, flach und der Boden lässt sich herausnehmen.

IMG_4109

Die Beeren sind nicht gewaschen, da wir alle keinen Hund haben, die Katzen selten hineinklettern und es grad am Mittwoch geregnet hat. Den Kuchen mit den Beeren belegen und den Guss darüber giessen. Für mich habe ich heute einen Vanillepudding angerührt und drübergegossen. Klassisch wären 2 Eier und 2dl Milch oder gar Rahm (Sahne). Den Zucker nicht vergessen, die Beeren alleine sind schon sauer…

Die Beeren darf ich übrigens haben, denn meine Nachbarn sind ausgerechnet jetzt in den Ferien! Die erste Schüssel voll landete im Kuchen, die zweite im Tiefkühler (fachgerecht eingefroren) und wartet dort auf bessere Tage wenn die Nachbarn wieder da sind:-)

Nachbarn sind…


einfach genial!

Sicher kann man sich auch über seine Nachbarn ärgern. Ich möchte aber einfach mal ein Loblied singen auf meine Nachbarn. Warum?

Nachbarn Nr A:

Haben uns aus ihrem Kurzurlaub in Amsterdam glutenfreie Lakritze mitgebracht. Ihr kleiner Sohn wollte unbedingt mit dem Nachtzug fahren, nach Amsterdam! „Mein ganzes Leben lang bin ich noch NIIIIIIE mit einem Nachtzug gefahren, wann können wir endlich mal fahren?“ Süss, nicht? Ganz frech habe ich sie gefragt, ob sie meiner Ältesten Lakritze mitbringen könnten, falls sie beim spazieren durch Amsterdam zufällig an so einem Laden vorbeikämen und nur wenn es ihnen keinen Aufwänd bereiten tät. Sie brachten ihr nicht nur ein Säckchen, nein gar zwei mit. Eins war gluten/sojafrei, das andere gluten/lactosefrei – weil sie nicht mehr genau wussten welches nun richtig ist. Am liebsten hätte ich die Familie umarmt, fand ich so lieb von ihnen – aber wir Schweizer sind da ein bisschen scheu in der Hinsicht…

Nachbarn Nr B:

In unserer Genossenschaft leben nur Familien. Jeweils 4 Häusschen sind aneinandergeklebt und in unserem Fall hat es zwischen den Gärten keine Zäune. Wir wechseln uns deshalb ab beim Rasenmähen und die Kinder haben ungehindert Zugang zum Beerenstrauch der Familie ganz rechts und dem Kinderspielhaus in der Mitte. Schon letztes Jahr wollten wir  gemeinsam grillen und uns ein wenig besser kennen zu lernen, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und irgendwie kam es dann auch nie zum stattdessen geplanten Raclettessen. Zwei Nachbarn frönten ihrer Leidenschaft und feuerten ihren Grill an, jeder brachte sein eigenes Grillgut mit, Salate und Dessert wurden untereinander aufgeteilt. Damit meine Älteste mit Sicherheit etwas zu den Würsten essen konnte kochte ich einen Reissalat und kaufte Chips. Meine Nachbarin zur Linken erbot sich an, ein Tiramisu zu brauen. Und um meiner Tochter ein Mitessen dieser zumindest in unserem Haushalt seltenen Speise zu ermöglichen, durfte ich der Nachbarin einen glutenfreien Biscuitboden backen. Den hat sie dann verwendet, um das Kindertiramisu zusammen zu stellen. Ich mag Tiramisu und verdränge beim Verzehr jegliche störenden Gedanken an Kalorien und Zahlen auf der Waage. So probierte ich von beiden um zu sehen, welches mir jetzt besser schmeckte. Sie unterschieden sich nicht nur beim Biscuit versus Löffelbiscuit, sondern das Kindertiramus vermisste die spezielle Würze…beides schmeckte aber absolut lecker – es schrie direkt nach mehr…Ich fand das so toll, dass sie bereit war, auf gewohntes zu verzichten und sich auf den glutenfreien Biscuit einliess – schmeckt ja schon ein bisschen anders wie die gewohnten Löffelbiscuit die man ansonsten dazu verwendet.

Nachbarn Nr C:

Hat eigentlich gar keinen Zusammenhang mit der Diät meiner Ältesten. Sie haben zwei Töchter, die ungefähr im Alter unserer zwei grossen Mädels sind und die vier stecken viel zusammen. Heute waren sie erst schwimmen im Brunnen und hinterher fuhren sie alle mit dem Rad in die Bibliothek  um Bücher auszuleihen. Und ich kämpfte mich etwas mühsam durch meinen Tag. Vielleicht lag es am heissen Wetter, dem sich ankündigenden Gewitter oder dass die zwei Kleinen 3,5 Jahre alt sind und voll in der Trotzphase – was auch immer. Als meine Älteste zurückkam von der Bibliothek sah sie mich mitleidig an und sagte: „Mami, wir nehmen die Kleinen für 2 Stunden mit, dann kannst du in aller Ruhe etwas werkeln. Und wirklich, nach fast zwei Stunden kamen sie wieder, glücklich und stolz mit einer Zeichnung in der Hand. Die Nachbarin hat den grossen Mädchen je eine Schürze in die Hand gedrückt und liess alle Wasserfarben malen! (übrigens war die Schürze als Schutz vor der Malwut der Kleinen gedacht – und wurde gut gebraucht) Ich war so dankbar für die Pause!!!!!

wünsche allen auch so tolle Nachbarn wie wir sie haben dürfen!