Tag-Archiv | Mittagessen

Rührei mit Tomaten und Kichererbsen, Glutenfrei


Meist versuche ich mir um fünf vor Zwölf etwas gescheites zu überlegen, was ich meinen Töchtern zum Mittagessen auftischen kann. Oft wähle ich zwischen den immer gleichen 5 Optionen, was wirklich Fantasievolles fällt mir selten ein. Doch heute gab es eine Sternstunde 🙂

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Rührei (für 4 Personen ohne weitere Beilage)

  • 6 Eier
  • 2-3 dl Milch
  • 1 Essl  Maizena
  • 1 Essl  getrocknete Petersilie
  • Salz und Pfeffer nach Belieben
  • 1 Büchse Pilze

zusammen verrühren. In einer grossen Bratpfanne etwas Margarine geben, die Pilze andämpfen. Die Eimasse zugeben und mit einer flachen Bratschaufel die Masse hin und her bewegen bis alles fest ist. Die Eier dicken ein und lassen sich am Schluss etwas bräunen.

Tomaten mit Kichererbsen

  • 1 Büchse Tomaten, bereits gehackt
  • 1 Büchse Kichererbsen
  •  Salz und Gewürze nach Gusto

etwas einkochen lassen.

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Ich bin eine Glucke


Heute war meine Älteste eingeladen – und ich habe zum ersten Mal nicht mit dem Gastgeber telefoniert. Das hat mich ganz schön Mut gekostet. Wie meine Tochter mir freudestrahlend von dieser Einladung erzählte mochte ich ihren Enthusiasmus nicht trüben. Doch mich beschlich ein mulmiges Gefühl. Was mache ich nun? Hinter ihrem Rücken wollte ich nicht anrufen. Meine Älteste versicherte mir, dass sie ihre Schulkollegin bereits informiert hätte und die Mutter würde Reis mit Currysauce kochen. Heute war es soweit und während ich Mittagessen für unsere anderen drei Töchter kochte hoffte ich fest, dass alles gut gehen würde.

Eigentlich doof solche Gedanken! Wenn unsere zweitälteste nach einer Einladung nach Hause kommt frage ich ja auch nicht nach was sie gegessen hatte bis zum letzten Detail. Ich bin glücklich, wenn andere Mütter sich um unsere Töchter bemühen, sie bei Geburtstagseinladungen bewirten, und sie gefüllt mit schönen Erlebnissen nach Hause kommen.

Heute aber verhielt es sich anders, sie verliess kurz nach sieben das Haus und kehrte erst kurz vor 18 Uhr nach Hause zurück. Also eine ganz schön lange Zeit! Doch es kam alles anders:

Mama, stell dir vor wir haben gebacken!

Nicht nur wurde sie wunderbar bekocht, gemeinsam buken sie auch noch Nussecken – glutenfreie. Mein Misstrauen, völlig unnötig und tut mir nun leid. Bin ich froh habe ich nicht angerufen, da hätte ich vermutlich mehr kaputt gemacht. Doch hinterher ist es soooo viel einfacher zu wissen was zu tun ist. In den nächsten 5 Jahren, bis sie volljährig ist, werden wir noch ganz viele solche Situationen erleben, und es bleibt eine Gratwanderung wann was sagen oder gar tun.

Ich wünsche mir eine Tochter die selbstbewusst mit ihrer Krankheit umgeht. Die selbständige und gute Entscheidungen über ihren Körper fällt und vor allem, die Freude am Leben UND am Essen hat.

Heute beim Mittagessen…


…Mama, weshalb hat sie (deutet auf ihre grosse Schwester) immer etwas besonderes? ich will auch…

Nun, was soll ich dazu sagen?

Meine Älteste übernimmt: „naja weisst du, ich sag halt oft nichts, es ist auch nicht immer so wie ich gerne hätte“

Ich neugierig: „Was denn zum Beispiel?“

(Ich mag es nämlich gar nicht, wenn ich Rätselraten muss. Ich habe Vorwürfe klare Ansagen viel lieber, da kann ich direkt etwas dagegen unternehmen:-))

Eigentlich kam dann nicht mehr viel heraus dabei, es zeigt einfach einmal mehr wie schwierig es ist, alle unter einen Hut zu bekommen. Unsere Zweite liebt Brot, Omeletten und Nutella, unsere zwei Jüngsten seit neustem Wurst ohne Brot, Darvida, Kuchen, Kekse und überhaupt alles was sich auf dem Teller von den anderen befindet, mein GG Polenta und Käsewähe, unsere Älteste Rösti, Popcorn, Wurst und Käse —– und dann gibt es noch mich…..

beim Mittagessen ging es übrigens darum, dass die geliebte Erdbeermarmelade glutenfrei gehalten werden musste, und dazu hätte eine von uns aufstehen müssen um einen kleinen Löffel zu holen. Zu essen hatten wir Brot und Zugemüse, sprich Wurst mit Frischkäse und halt die besagte Marmelade.